Häufige Fragen zum Buch

Papst Franziskus - Mein Leben, mein Weg. Der Jesuit
Die Gespräche mit Jorge Mario Bergoglio
von Sergio Rubin und Francesa Ambrogetti

Wodurch hebt sich das Buch von anderen Papst-Büchern ab?

"Papst Franziskus - Mein Leben, mein Weg. El Jesuit" ist kein Buch über den Papst, sondern ein Gesprächsband mit ihm. Die zwei Journalisten Sergio Rubin und Francesca Ambrogetti sind Fachleute auf dem Gebiet der Religion und Kirche. Sie haben Jorge Mario Bergoglios Weg in Argentinien lange vor Ort begleitet. Zur Vorbereitung des Buches haben sie ihn, über zwei Jahre hinweg, jeden Monat getroffen. Bergoglio hat sich dabei immer zwei Stunden Zeit für sie genommen. Im Anschluss an die Gespräche haben die Journalisten ein weiteres Jahr an der Fertigstellung des Buches gearbeitet.

Was zeichnet das Buch aus?

Das Buch zeichnet sich durch seine Seriosität und lange Vorbereitungszeit der Journalisten Sergio Rubin und Francesca Ambrogetti aus. Durch seinen grundsätzlichen Ansatz und seine thematische Tiefe verdeutlicht es die langfristigen Perspektiven, das Denken des Papstes, die "Strategie" seines Pontifikats. Was kürzlich als "Bewerbungsrede" des Papstes beim Konklave durch die Medien geisterte, ist hier in pointierter und grundlegender Form ausgebreitet.

Wie entstand die Idee zu dem Buch?

Die Journalistin Francesca Ambrogetti ist Präsidentin der Argentinischen Auslandspresse und hatte Kardinal Bergoglio in dieser Funktion zu einem Vortrag über die argentinische und die internationale Finanzkrise vor den Korrespondenten eingeladen, wo er einen brillanten Vortrag hielt. In diesem weiten Rahmen stehen auch die Fragen des Buches. Es zeigt: Bergoglio ist ein Papst, der in der Lage ist, die sozialen und politischen Probleme zu analysieren und sie auf ihren moralischen Kern hin offenzulegen.

Warum hat sich Kardinal Bergoglio auf dieses Projekt eingelassen?

Jorge Mario Bergoglio hat früher selten mit Medien gesprochen und kaum Interviews gegeben. Die Journalisten Sergio Rubin und Francesca Ambrogetti haben ihn von diesem Projekt überzeugt, indem sie ihm die Fragen gestellt haben, die ihn auch persönlich umtreiben. Er hat offensichtlich gespürt, dass diese Art der Fragen ihm hilft, einem großen Publikum zu verdeutlichen, worum es ihm wirklich geht und was ihn auch als Mensch und Seelsorger umtreibt. Außerdem kannte er die fachliche Reputation der beiden: Francesca Ambrogetti ist Präsidentin der Argentinischen Auslandspresse und Sergio Rubin leitet den Religionsteil der argentinischen Tageszeitung Clarin.

Wie ist das Buch geschrieben, welchen Stil pflegt es?

Die Interviewer stellen klare – und auch heikle – Fragen, sie bringen Probleme auf den Punkt. Jorge Mario Bergoglio zeigt in seinen Antworten beides: Tiefe und Leichtigkeit, Ernst und Spontaneität. Er weicht nicht aus, formuliert nie diplomatisch, immer direkt und sehr persönlich. So erhält der Gesprächsband eine sehr sympathische Menschlichkeit.

Womit ist das Buch vergleichbar?

Das Buch ist der aktuelle und einzige Gesprächsband mit Jorge Mario Bergoglio, dem neuen Papst Franziskus. Am ehesten ist er mit "Licht der Welt" vergleichbar, einem Gesprächsband zwischen dem Journalisten Peter Seewald und Papst Benedikt XVI. Allerdings hatte Seewald in Castel Gandolfo nur ein paar Stunden Zeit für das Gespräch mit Benedikt XVI. Zum medialen Erfolg von "Licht der Welt" hatte auch eine Bemerkung des Papstes über Aids und Kondome mit beigetragen. Bergoglio lässt in diesem Gesprächsband kritische Themen ebenfalls nicht außen vor – er redet über obsessive Fixierungen auf Fragen der Sexualmoral und spricht über Themen wie Aids, Abtreibung und Zölibat. Zudem sind Bergoglios Antworten in eine Erzählung über sein Leben und die Hintergründe eingebettet, lesen sich also episch und dramatisch. Er ist dabei sehr kritisch, auch sich selbst gegenüber.

Welches persönliche Bild erhält man von Papst Franziskus?

Der Gesprächsband behandelt nicht nur Glaubensfragen und kirchenpolitische Themen. Das Buch zeichnet auch ein persönliches Bild des neuen Papstes: Die Leserin und der Leser erfahren nicht nur, wie die Emigration seine Familie geprägt hat oder warum seine Mutter dagegen war, als er Priester werden wollte. Man erfährt auch, dass er eine Freundin hatte, wieso er so gut kochen kann, welchen Tango er liebt und warum er lieber mit der U-Bahn als mit dem Dienstwagen fährt. Aber auch ernsthafte Erlebnisse, etwa die Frage nach seiner Berufung oder wie er als Jugendlicher mit dem Tod konfrontiert war, schildert er.

Was sind Themen, die auch hierzulande einen Akzent setzen?

Bergoglio spricht zum Beispiel über den Wert der Arbeit – als Schlüssel zur sozialen Frage. Er beschreibt, warum wir den Sinn für Muße wiederfinden müssen. Auch die Frage der Schulbildung nimmt er in den Blick und spricht sich für Schulen aus, die wieder stärker auf Werterziehung setzen. Die Diskrepanz zwischen privater Moral und öffentlichem Anspruch ist ein weiteres wichtiges Thema. Das Buch erläutert außerdem in einem ausführlichen Anhang auch das argentinische Nationalepos über den Gaucho Martin Fierro – und zeigt dabei, wie Werte in Zeiten der Globalisierung realisiert werden müssten.



Was sagt Papst Franziskus...

... zur Zeit der Militärdiktatur in Argentinien?

Jorge Mario Bergoglio war nie Komplize der Junta. Er sagt aber auch, dass er sich auf einem schmalen Grat bewegt hat und räumt ein, dass er – im Nachhinein gesehen – vielleicht noch mehr hätte tun können. Zum ersten Mal erzählt Bergoglio in diesem Buch: Er hat Menschen versteckt und geschützt und außer Landes gebracht.

... zu Deutschland?

Jorge Mario Bergoglio hat in Frankfurt am Main ein Forschungssemester zu Romano Guardini verbracht (und ging in dieser Zeit immer wieder auf einen Friedhof, von dem aus er sehnsüchtig den Flugzeugen nachschaute, die nach Argentinien flogen). Er hat aus Augsburg ein Madonnenbild – Maria Knotenlöserin – aus der dortigen Jesuitenkirche mitgebracht, die in Argentinien geradezu Kult ist. Außerdem bezieht sich Bergoglio in dem Gesprächsband auch auf antiautoritäre Schulexperimente in Hamburg.

... zur Sexualität?

Jose Mario Bergoglio setzt das Thema Sexualität in eine Perspektive, die für das Leben ist und dem Glück der Menschen zugeordnet wird – und ist gegen eine Haltung, die von Sexualität mehr umgetrieben wird als von der Frohbotschaft. Abtreibung ist für ihn nicht eine religiöse, sondern eine ethische Frage. Dabei gehört er nicht zu denen, die betroffene Frauen verurteilen, sondern spricht konsequent von Begleitung und Mitleiden.

... über die Befreiungstheologie?

Grundsätzlich steht Jorge Mario Bergoglio der Befreiungstheologie positiv gegenüber. Vieles, was "von rechts" als kommunistisch betrachtet wird, ist für ihn "Evangelium pur". Die Option für die Armen ist zentral. Bergoglio erklärt auch, dass es nie eine formelle Verurteilung der Befreiungstheologie gab. Er ist für eine Parteinahme der Kirche im Fall von Ungerechtigkeit und Ausbeutung, aber gegen Parteipolitik.

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